Mediensoziologische Blicke – Schwerpunkt: Dokumentarfilm (WiSe 2008/09)
”Wie wird die öffentliche Meinung beeinflusst?”: eine Frage, die schon Max Weber vor fast 100 Jahren beschäftigte und heute interessanter, wichtiger und aktueller denn je erscheint.
Massenmedien haben einen ständig wachsenden Einfluss auf unsere persönlichen Einstellungen und Meinungen zu jeglichen Bereichen des alltäglichen Lebens. Das Fernsehen nimmt dabei eine Schlüsselposition ein, denn es erreicht fast 100% der Haushalte in Deutschland und der Durchschnittsbundesbürger sieht täglich über drei Stunden fern. Kein anderes Medium nimmt einen so großen Einfluss auf die Menschen. Aber was wird dort gezeigt? Entertainment und Informationen vermischen sich immer stärker zu einem Genremix. Das dokumentarische Fernsehen boomt wie nie zuvor – von der Dokusoap über Dokudramen bis hin zum klassischen Dokumentarfilm. Diese Informationsflut soll im Seminar kritisch betrachtet und analysiert werden.
Dokumentarfilm im Wandel der Zeit:
“Nanuk, der Eskimo” (Robert Flaherty, 1921)
“Night Mail” (Harry Watt, 1936)
“Kon-Tiki” (Thor Heyerdahl, 1951)
“Die schweigende Welt” (Jacques-Yves Cousteau und Louis Malle, 1955)
“Kriegsspiel” (Peter Watkins, 1965)
“Wer war Harvey Milk?” (Rob Epstein, 1984)
“When we were Kings” (Leon Gast, 1996)
“Bowling for Columbine” (Michael Moore, 2002)
“Taxi to the Dark Side” (Alex Gibney, 2007)
“Man on Wire” (James Marsh, 2008)