Bildungskatastrophe – Wahrheit oder Gerücht der Medien? (SoSe 2006)
Durch die Pisa-Studie ist das Thema „Bildung“ wieder verstärkt in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt. Insbesondere die negativen Schlagzeilen der Massenmedien, wie z.B. das schlechte Abschneiden der deutschen Schüler bei Pisa, Timms & Co. oder Diskussionen um faule Lehrer, prägen ein sehr einseitiges Bild von Schule und Bildung in der Öffentlichkeit. Es wird von „Bildungsmisere“ oder gar „Bildungskatastrophe“ gesprochen. Ist es in Deutschland wirklich um die Bildung so schlecht bestellt? Oder wird alles nur durch die Medien übertrieben? Das Seminar will diesen Fragen sowohl theoretisch als auch praktisch auf den Grund gehen.
In einem ersten Teil werden die theoretischen Grundlagen gelegt. Hier werden zum einen u.a. Begrifflichkeiten wie „Öffentlichkeit“ und „öffentliche Meinung“ erklärt, zum anderen werden Funktionsmechanismen der Medien näher beleuchtet. Dies alles wird am Beispiel der Diskussion um Bildung in Deutschland (und anderen EU-Ländern) verdeutlicht.
Der zweite Teil geht das Problem praktisch an, d.h. am Ende des Semesters soll ein fertiger Film zum Seminarthema stehen. Dazu sollen Menschen in der Öffentlichkeit, in Schulen, in Instituten etc. mit der Kamera befragt und interviewt werden. In dieser Phase werden zusätzlich grundlegende praktische Kenntnisse u.a. im Umgang mit der Videokamera und dem digitalen Schnitt vermittelt. Das Interesse an praktischer Arbeit ist deshalb für die Teilnahme an diesem Seminar sehr wichtig! Vorkenntnisse im Bereich „Film“ sind nicht unbedingt erforderlich.
>>> Literatur zum Umgang mit Film
Der SPIEGEL 50/2001