Thies Albers

Von Caligari zu Hitler?

Von Caligari zu Hitler? Kino und Politik in der Weimarer Republik

Während der Zeit der Weimarer Republik führten expressionistische Kino-Klassiker (wie “Das Kabinett des Dr. Caligari” (1920) oder “Nosferatu” (1922)) das noch junge Massenmedium Film inhaltlich wie gestalterisch zu neuen Ufern und machten den deutschen Film schlagartig weltberühmt. Schlafwandler, Vampire und verrückte Wissenschaftler, die in einer chaotischen und aus den Fugen geratenen Welt lebten, erschienen auf der Leinwand – und dies zu einer Zeit, die von politischer Instabilität und Wirtschaftskrisen bestimmt war.
Der Filmkritiker Siegfried Kracauer stellte in seiner Studie “Von Caligari zu Hitler” (1947) die Theorie auf, dass der Film ein Abbild der Gesellschaft sei: Filme spiegeln den Zeitgeist wider, also lässt sich (so Kracauer) der Weg von der Weimarer Republik in den Nationalsozialismus anhand von Filmen nach vollziehen. Stimmt diese Theorie oder ist diese Annahme falsch? Kann politische Geschichte mit der Filmgeschichte verglichen werden?

Thematisierte Filme: u.a. “Das Kabinett des Dr. Caligari” (Robert Wiene, 1920), “Dr. Mabuse – Der Spieler” (Fritz Lang, 1922), “Der Golem” (Paul Wegener, 1922), “Nosferatu (Friedrich W. Murnau, 1922), “Metropolis” (Fritz Lang, 1927), “M – Die Stadt sucht einen Mörder” (Fritz Lang, 1931)

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“Das Kabinett des Dr. Caligari” (Robert Wiene, 1920)

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